Fehlerdiagnose

Zu großes Drehspiel im Schaltgriff (> 2 mm)

Ganganzeige stimmt nicht mit der Markierung am Schaltgriff überein

Schaltgriff dreht nicht über alle 14 Gänge

1. Schaltzüge falsch abgelängt
Schaltzüge richtig ablängen:


2. Zugeinsteller falsch justiert

3. Bei externer Schaltansteuerung:
Sechskantverbindung der Seilbox in falscher Position
Sechskantverbindung synchronisieren 
Merke! (14 Gänge = 13 Rastungen)

Schaltgriff dreht schwer

Schaltzugspannung zu hoch
Schaltzugspannung reduzieren siehe:

Schaltansteuerung prüfen:
Bajonettverbindung öffnen (nur bei interner Ansteuerung) und durch wechselseitiges Ziehen der Schaltzüge den Schaltgriff hin- und herdrehen lassen. Laufen die Schaltzüge schwer, sind entweder die:


Externe Schaltansteuerung prüfen:
Getriebe in Gang 14 schalten. Seilbox vom Schaltgehäuse nur so weit abziehen, dass der Schaltgriff sich ohne Rastung drehen lässt. Die Schaltzugbögen bleiben dabei in ihrem Originalverlauf. Schaltgriff hin und her drehen. Dreht der Schaltgriff schwer:

Dreht der Drehgriff leicht, siehe Problem 4.8

Probleme mit den Schaltzügen

Schaltzüge verschlissen, verschmutzt oder beschädigt
Falsche Schaltzüge montiert (nicht original Rohloff)
Schaltzugverlegung mit zu vielen Bögen oder Knicken.
Innerer Kunststoffliner in Schaltgriff oder Seilbox gewandert (durch Verschleiß Fehlmontage)

Abhilfe:
Neue Schaltzüge montieren:
Interne Schaltansteuerung siehe "Montage" 7.2
Externe Schaltansteuerung siehe "Service" 2

Schaltgriff reibt an Griffgummi

Kleinen Spalt zwischen beiden Griffteilen erzeugen oder Teflonscheibe einfügen

Schaltseil der Nabe angerissen und aufgesplissen

Prüfung Schaltseil:
Faltenbälge an der Nabe lösen und zur Bajonettspitze hochschieben. Zustand des Schaltseiles in 14. und 1.Gangposition überprüfen

Ist das Schaltseil beschädigt, dieses erneuern:
- Einteiliger Achsring siehe "Reparatur"  1.1
- Schnellwechsel Achsring siehe "Reparatur" 1.2

Schaltgriff Fett ausgewaschen

Griffgummi demontieren, reinigen und neu fetten. Siehe “Reparatur” 3.

Schalten der Gänge 8-14 nur mit hohem Kraftaufwand oder gar nicht möglich

Gewindestift (ab NabenNr. 47000 unter externer Schaltansteuerung) zu weit in die Achse eingeschraubt “Anhang Gewindestift” dieser muß ca. 2mm rausstehen.

Schaltgriff lässt sich bei Minustemperaturen nicht drehen

Schaltgriff durch eingedrungenes Wasser festgefroren :
Schaltgriffgummi demontieren. Schaltgriff reinigen, neu fetten und ggf. Dichtungsring erneuern siehe "Reparatur" 3.

Schaltzüge durch eingedrungenes Wasser
Schaltzüge durch eingedrungenes Wasser festgefroren

Schaltzüge und Kunststoffliner erneuern:
- Interne Schaltansteuerung siehe  "Montage" 7.2
- Externe Schaltansteuerung siehe "Montage" 7.3

Seilbox durch eingedrungenes Wasser festgefroren.
Schaltbox öffnen, reinigen und Schaltrolle mit dünnem Fett versehen. Einbau siehe "Montage" 7.3.1

Schaltzug hat sich aus der Klemmung gelöst

Bajonettverbindung bei interner Schaltansteuerung bzw. Seilrolle bei externer hüllen entsprechend kürzen. Schaltzüge neu befestigen. Alternativ neue Schaltzüge einziehen:

- Interne Schaltansteuerung siehe "Montage" 7.2
- Externe Schaltansteuerung siehe "Montage" 7.3

 

Bajonettspitze hat sich von Schaltseil gelöst

Schaltseil erneuern:
- Einteiliger Achsring siehe "Reparatur" 1.1
- Schnellwechsel Achsring siehe "Reparatur" 1.2

Kette springt über die Zähne des Ritzels

Kette defekt (steifes Kettengelenk)
Funktion des Kettengelenks wiederherstellen bzw. Kette erneuern.

Ritzel bzw. Kette verschlissen
Ritzel wenden bzw. wechseln, Kette erneuern, siehe "Service" 3.

Spannung des Kettenspanners zu gering
Kettenlänge korrigieren siehe "Montage" 5.3.

Bei Rädern mit Kettenspanner fällt die Kette von Ritzel oder Kettenblatt

Kettenspanner läuft trocken und dreht sich
Kettenspanner schmieren ggf. Spannrollen erneuern siehe "Service" 2. bzw. "Reparatur" 2.

Feder des Kettenspanners defekt
Kettenspannerfeder erneuern siehe "Reparatur" 2. Bei vollgefederten Rädern mind. erforderliche Kettenlänge prüfen siehe "Montage" 5.3.1.

Kettenführung vorderes Kettenblatt fehlt
Kettenführung montieren siehe "Montage" 5.4 Alle mit einem Kettenspanner ausgerüsteten Räder benötigen eine Kettenführung am Kettenblatt (z.B. Rohloff Kettenführung CC Art.Nr. 8290). Diese verhindert zuverlässig das Herunterfallen der Kette.

Durchrutschen (Leertreten nach Gangwechsel)

Achsmuttern der Schraubachse CC/TS Achse zu stark angezogen
Achbefestigung mit vorgeschriebenem Anzugsmoment anziehen (CC= 7Nm/ TS=35 Nm)

Schaltung rastet nicht deutlich ein, Schaltzugspannung zu hoch
Schaltzugspannung einstellen, siehe "Service" 2.

Getriebeöl zu zäh
Test: Rohloff Spülöl zum bestehenden Öl einfüllen und probefahren Tritt kein Durchrutschen mehr auf: Ölwechsel durchführen siehe "Service" 1.

Achsbefestigung mit PITLOCK System sowie Spannachsen mit Feingewinde
Spannachse mit nicht mehr als max. 7Nm Anzugsmoment anziehen.

Ölschraube zu tief eingedreht
Ölschraube nicht tiefer als bündig einschrauben.

Trifft keine der oben genannten Möglichkeiten zu, dann wenden Sie sich bitte an den Rohloff Service

Durchrutschen (Leertreten nach Gangwechsel) bei Minustemperaturen

Getriebeöl zu zäh
Ölwechsel mit intensivem Spülvorgang vornehmen siehe "Service" 1.

Gebrauch des Rades bei Temperaturen unter -15°C
Getriebe spülen und als Ölfüllung ein Gemisch aus 50% Rohloff Ganzjahresöl und 50% Rohloff Spülöl verwenden (Gesamtmenge 50:50 max. 25ml).

Durchrutschen der Gänge 1-7 nach Demontage des Achsringes bzw. des Schaltgehäuses

Die beiden Freilauffedern auf Vollständigkeit und richtigen Sitz prüfen.
Siehe "Reparatur" 1.1 und "Service" 5.3.

Freilauf dreht schwer

Simmerring schleift an Ritzel
Simmerring zurückdrücken siehe "Reparatur" 4.2 (nur möglich bei alter Generation Simmerringe bis Serien.Nr. 25299)

Gehäuselager verspannt (Ritzelwechsel, Sturz oder Unfall)
Gehäuselager mit Kunststoffhammer entspannen siehe "Reparatur" 4.2

Zu hohe Kettenspannung
Spannung reduzieren ca. 5mm Kettendurchhang, unrunde Kettenblätter verdrehen ggf. austauschen.

Ölundichtigkeiten

Ölfilmspuren (ohne Tropfenbildung)
Diese stellen keine Ölundichtigkeit dar. Im Bereich der Simmerringe, der Gehäusedeckeldichtung und der Ölablassschraube können diese bedingt durch Temperatur- und Druckschwankungen auftreten.

Ölspuren nach liegendem Transport
Siehe "Fahren mit der SPEEDHUB 500/14" Transport.

Ölspuren an der Achse des Schnellspanners
Die Getriebeentlüftung erfolgt über die Innenbohrung der Getriebeachse. Ölspuren an der Achse des Schnellspanners sind daher unbedenklich.

Öl tropft aus der Schnellspannerbohrung des Achszapfens
Bitte wenden Sie sich an den Rohloff Service.

Öltropfen an Achsring und Achsplatte oder Faltenbälgen
Achsplattenschrauben auf Vollständigkeit und Anzugsmoment prüfen (siehe "Montage" 4.3) Papierdichtungen zwischen Achsring und Achse erneuern (siehe "Service" 5.3 bzw. "Reparatur" 1.1) Ausschließlich beschichtete original Rohloff Achsplattenschrauben (TX 20) verwenden.

Öltropfen am Gehäusedeckelflansch
Anzugsmoment der Gehäusedeckelschrauben Prüfen siehe "Reparatur" 4.2.

Ölspuren an der Ölablaßschraube
Ölablaßschraube mit neuem Gewindedichtmittel (Loctite Gewindedicht 511) versehen oder neue Ölablaßschraube mit Rohloff Gewindedichtung verwenden siehe "Service" 1.

Öltropfen an den Simmerringen (Gehäuseseiten ölverschmiert)
Bitte wenden Sie sich an den Rohloff Service.

Vollständige Blockade des Getriebes nach Arbeiten an der externen Schaltansteuerung

Gewindestift (ab NabenNr. 47000 unter externer Schaltansteuerung) zu weit in die Achse eingeschraubt, diese muß ca. 2mm rausstehen “Anhang” Gewindestift externe Schaltansteuerung.

Mögliche Ursachen für Flanschbrüche an Fahrradnaben

Speichenbogenlänge zu kurz und/oder Drahtdurchmesser im Speichenbogen zu groß

Auswirkung: Die Speiche beschädigt beim Einfädeln/Ausrichten/Spannen den Nabenflansch am Speichenlochdurch Quetschung oder Grat. Wenn die Beschädigung im Winkel von ca. 90° zur Speichenzugrichtung liegt, kann der Nabenflansch einreißen. Ausgangspunkt für den Riss ist die Beschädigung.

Prägegrate am Speichenkopf

Auswirkung: Die Prägegrate am Speichenkopf erzeugen Kerben in der Senkung der Speichenbohrung Stehen die Kerben etwa im Winkel von 90° zur Speichenzugrichtung, kann der NabenFlansch einreißen. Ausgangspunkt für den Riss sind die Kerben.

Lose Speichen durch zu lange Speichenbogenlänge / zu kleinen Drahtdurchmesser im Speichenbogen / zu geringe Speichenvorspannung

Auswirkung: Der Speichenkopf/Speichenbogen der entlasteten Speiche bewegt sich im Speichenloch und erzeugt und um das Speichenloch Beschädigungen und Kerben. Die Beschädigungen, Die ca. im Winkel von 90° zur Speichenzugrichtung sind, können Ausgangspunkt für einen Riss im Nabenflansch sein.

Umspeichen mit geänderter Speichenausrichtung (zweites Einspeichen der Nabe)

Auswirkung: Die alte Einbettung wirkt wie eine Beschädigung oder Kerbe am Speichenloch. Da die alte Einbettung ca. im 90° Winkel zur neuen Einbettung steht, kann sie der Ausgangspunkt für einen Riss im Fanflansch sein.