Ralf Kropp - Alpentour Trophy 2015 (Stage I+II+III+IV)

 

In Schladming trifft sich die Elite im MTB Sport zum größten Mountainbike-Etappenrennen Europas für Einzelstarter.

Mit über 400 Teilnehmern aus 32 Nationen wird ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Mit spektakulären Strecken, umgeben von einem imposanten Bergpanorama lockt Schladming Profis wie Amateure sich der Herausforderung des Etappenrennen mit 198km und 8800 Höhenmetern, zu stellen.


Ralf Kropp vom Santos Rohloff Team ist schon zum vierten mal mit dabei und will sein Vorjahressieg in der SK4 wiederholen.

 

1. Etappe (Hochwurzen)

Bei Temperaturen um 20°C schon um 10Uhr werden die Fahrer auf die Strecke geschickt. Erst geht es in einem langen Anstieg zum Hochwurzen bis auf 1840m der es in sich hat und das Feld weit auseinander zieht. Auf dem folgenden Downhill runter bis auf 1253m folgt der nächste Anstieg zu den Giglachseen auf 2000m. Hier folgt ein anspruchsvoller, total mit Steinen verblockter Wanderweg. Haben die Fahrer diese schwierige Passage überwunden, wird es technisch leichter aber die Bremsen werden in der sehr steilen Abfahrt bis aufs äußerste strapaziert. Nach kurzer Verschnaufspause folgt der kleine Schlußanstieg bevor es in die Downhill Passage zum Ziel geht.


Bigham Sally gewinnt bei den Frauen und Paez Leonardo bei den Männern. Ralf Kropp verfehlt das Podium und landet auf Platz 4.

Fazit von Kropp:

Die Hitze hat mir ordentlich zu schaffen gemacht. Ein Schleichender Platten verhinderte zudem auch eine bessere Platzierung. Eventuell wäre platz drei drin gewesen. Platzgummer Walter der Italiener und Dagn Hermann aus Österreich waren aber viel zu stark für mich. Mal schauen was die Beine Morgen hergeben.

 

2. Etappe (Hauser Kaibling):

Wieder ist es zum Start schon ziemlich heiß aber da müssen alle durch. Die ersten 23km geht es nur einen “kleinen Anstieg” von etwas über 300m hoch, bevor es weiter zum Hauser Kaibling auf 2000m Höhe geht. Eine rasante Abfahrt folgt, bevor es zum kleinen Schlußanstieg und dann wieder auf die Downhillstrecke zum Ziel geht.
Bei den Frauen gewinnt wieder Sally Bigham. Bei den Männern Roel Paulissen aus Belgien.

Ralf Kropp fährt auf Podium. Platz 3. Er muss sich nur den beiden Österreichern geschlagen geben.

Fazit von Kropp:

Die ersten 23km liefen gut und ich kam mit den beiden Österreichern zum langen Anstieg, wo ich sie dann aber ziehen lassen musste. Viel schlimmer fand ich, dass mich kurz vorm Ziel in der Downhillpassage zwei Frauen überholten und mich, obwohl ich am Limit fuhr, links liegen ließen :-(

 

3. Etappe (Dachstein):

69km mit fast 3000Hm. Vier harte Anstiege - rasante Abfahrten die es in sich haben und bereits zwei Etapen in den Beinen. An Erholung auf den Abfahrten ist nicht zu denken. Konzentration muss immer voll da sein und bei den Kameraleuten muss dann immer noch einen Smilie parat haben.

 

Bei den Frauen, wie soll es auch anders sein, gewinnt mal wieder Sally Bigham. Bei den Männern Alban Lakarta.
Für Ralf Kropp reicht es diesmal für Platz 2 ;-)


Fazit von Kropp:

Hammer Etappe. Völlig am Ende komme ich ins Ziel und freue mich über Platz 2. Die Abfahrten waren zum Teil so steil, dass an eine Verzögerung der Geschwindikeit kaum zu denken war. Also mussten wir zusehen den Schwerpunkt immer senkrecht zu halten. Ein Schmankerl der besonderen Art war die Unterführung einer Wiese. 20cm Schlamm mit Bullschitt durchmischt. Wärend des folgenden Anstieges musste ich meine Reifen von diesem  klebrigen Gemisch befreien, um auch das Zusatzgewicht des Bikes zu reduzieren.

 

4. Etappe (Planai):

Noch einmal hieß es in die Pedale treten, beim Einzelzeitfahren hoch auf die Planei, bis die Adern platzen.

Sekundenkrimi bei der Gesamtwertung. Der Österreicher Alban Lakata wurde noch von Tony Longo um eine Sekunde abgefangen und auf Platz zwei verwiesen. Bei den Frauen war es eindeutiger, wo Sally Bigham zwar den vierten Tagessieg der Brasilianerin Isabella Lacerda überlassen musste, aber die Gesamtwertung überlegen gewinnt.

Bei Ralf Kropp vom Santos Rohloffteam läuft es im Abschlussrennen nicht mehr rund und landet in der Tageswertung auf Platz 5. - der dritte Platz in der Gesamtwertung ist ihm allerdings nicht mehr zu nehmen.

Fazit von Kropp:

Die Beine waren nach den drei Tagen schon vextrem schwer - konnte zwar die 15 sec zu dem späteren Tagessieger schon nach 1km zufahren, doch nach 5km ging dann fast gar nichts mehr...

Der Vorsprung auf den 4ten in der Gesamtwertung war jedoch ausreichend groß, dass nie die Gefahr bestand, den 3. Podiumsplatz zu verlieren.

Mein Dank richtet sich an meine Sponsoren die mich mal wieder mit ausgezeichnetem zuverlässigen Material versorgt haben.


www.alpen-tour.at

 

www.santosbikes.com

 

www.rohloffspeedteam.de