Mad East Challenge 2005

Der Veranstaltung entsprechend war auch das Wetter zumeist sonnig; lediglich ein paar kurze Schauer gab es, die aber nicht weiter störten. Die Temperaturen waren zumeist sehr angenehm.

 

Das, oder besser die Rennen waren sehr anstrengend und verlangten den Fahrern alles ab. Der Schreiber dieser Zeilen sitzt noch immer mit einem Eisbeutel auf seinem Knie vor der Tastatur. Zugezogen hat er sich diese Blessur beim 4X, als er nach einem Sprung unfreiwillig im Landehügel 'einschlug'. Ganz klar ein Fahrfehler und Eigenverschulden. Aber dennoch Glück gehabt.

 

Ein anderer aus der Rohloff Crew hatte ebenfalls beim ersten Lauf zur Challenge einen Sturz zu beklagen, konnte aber weiterfahren. Es war sein erster Marathon, ich denke er wird es mir nachsehen wenn ich behaupte, dass er eher das Gegenteil des typischen Marathonisti ist. Nachdem Benny nach über fünf Stunden noch immer nicht im Ziel war und auch keine Informationen von der Strecke vorlagen, ließ der Chef 'himself' (Bernie Rohloff) via Mikrofon Wetten abgeben hinsichtlich der Gesamtzeit von Benny. Sieger war derjenige, der am Nächsten dran war. Benny kam ins Ziel. 83 lange km lagen hinter ihm aber er hat trotz Schmerzen und Blessuren nicht aufgegeben. Das nenne ich "olympischer Gedanke" und sehr fair gegenüber der Konkurrenz. Sportsgeist eben. Auch diesen Fahrern gebührt Beachtung.

 

Unser Diplomat und ehemaliger Praktikant Christian fuhr beide Etappen und konnte am Ende in einer Gesamtzeit von 06:31:07,8 den 11. Rang im Gesamtklassement belegen. Chapeau! Eine wirklich gute Leistung.

 

Im CC Rennen am Sonntag gab es ein Aufeinandertreffen der beiden Rohloff Tims. Unser Service Mechaniker Tim gegen den Schüler (Aushilfe) Tim. Und wie so oft im Leben, auch hier hatte 'der Schuster wieder die schlechtesten Leisten'. Service Mechaniker Tim verbog seine Tretkurbel durch fulminante Antritte so heftig und oft, dass er etliche Male die Kette verlor und wieder auflegen musste. Dennoch konnte er 'unseren kleinen Tim' noch in Schach halten, so dass die Hierarchie aus seiner Sicht wieder hergestellt war. Platz neun und 18 sind sicherlich auch ein gutes Resultat.

 

Der 4X ist nicht unbedingt als Paradedisziplin der beiden Rohloff Downhill Factory Fahrer Christiane Rumpf und Carsten Geck anzusehen. Dies liegt an den zumeist doch sehr häufigen und mitunter auch hohen und weiten Sprüngen. Dennoch kamen beide recht gut zurecht. Ausschlaggebend war wie zumeist die Startposition und der eigentliche Start. Die Position wurde ausgelost.Christiane belegte im Finale Platz drei und schlug sich beachtlich. Ich für meine Person musste erkennen, dass die teilweise mehr als 20 Jahre jüngeren Lizenzler, allen voran David Schatzki, doch sehr schnell unterwegs waren. Zweimal musste ich aus der Außenposition starten und war dadurch vom Start weg hinten dran. Einmal konnte ich in der Mitte (beliebteste und beste Startposition) raus und wurde Zweiter. Es reichte aber nur fürs kleine Finale, wo ich an zweiter Stelle liegend am letzten Jump mich katastrophal in den Landehügel 'torpedierte'. C'est la vie.

 

Spaß hatte die gesamte Rohloff Crew allemal. Mehr als zehn Mitarbeiter waren vor Ort, viele sind selber in den verschiedensten Disziplinen gestartet und haben mit vielen SPEEDHUB Fahrern und Interessenten gefachsimpelt. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die ganz klar zeigt, dass der MTB Sport keinesfalls auf dem 'absteigenden Ast' ist, wie immer wieder von Pessimisten behauptet wird. Es kommt eben auf die Veranstaltung an, ...

Großes Lob an dieser Stelle auch noch einmal an die Mad East Macher um Matze Mende. Das war wirklich ein schönes Wochenende.

 

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