3. Platz für Team Santos-Rohloff bei bike Transalp 2015 (Stage 1+2+3+4+5+6+7)

Wir gratulieren dem Santos Rohloff Team

zum spektakulären 3. Platz (Grand Masters) auf der Transalp 2015.

Platz 3 für Marcus Richter & Ralf Kropp vom Santos Rohloff Team mit der Zeit von 36:06.18,5

3. Richter Marcus & Kropp Ralf , Santos Rohloff Team, 36:06.18,5 - See more at: bike-transalp.de/ergebnisse/

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Transalp 2015 Vorbericht
Angemeldet haben sich neben den Elitefahrern wie Karl Platt, auch Marcus Richter und Ralf Kropp vom Santos Rohloff Team. Auf die Fahrer wartet eine Strecke von Ruhpolding zum Garda See mit 611 km und satten 19000 hm. Gefahren wir auf Asphalt, Schotterpisten, Singeltrails wie Downhills, also alles was das Bikerherz erfreut ;-)

Bedenken und Gedanken von Ralf Kropp:

Marcus habe ich im letzten Jahr bei der DM näher kennen gelernt und da unser Leistungsniveau dicht beieinander liegt, reifte der Gedanken einer gemeinsamen Teilnahme an der Transalp. Schwubs die Wups war dann die Anmeldung abgeschickt. Um uns ein bisschen aufeinander einzustellen sind wir dann vorher noch ein Rennen im Schwarzwald gefahren.

Reicht das? Wie reagiert der andere, wenn mal etwas nicht ganz so passt oder einer meckert? Ach egal, wird schon klappen, da wir das Hotelpaket gleich mitgebucht haben und meine Partnerin als Servicepersonal mitnehmen.
Die Anreise erweist sich schwieriger als erwartet. Wir reisen getrennt an und fahren von Stau zu Stau. Marcus ergeht es nicht besser und so wird aus der Ankunftszeit statt 13 Uhr mal eben 16 Uhr. Brütend heiß ist es auch noch! Doch dann geht alles ganz schnell und wir haben die Startunterlagen und müssen nur noch die Sachen im Bus von Marcus unterbringen. Das klappt hervorragend, da ein Schienensystem für besten Halt sorgt. So kann an meinen zwei Santos Rohloff Bikes nichts passieren. 5 Bikes haben wir jetzt dabei. Die Spannung steigt - noch einmal schlafen und dann geht es auf die Strecke...

 

Rennbericht 1. Etappe: Ruhpolding – Saalfelden

Gedränge herrscht schon früh in den Startblöcken. Wir stehen in Startblock A2 und kommen gut in den Tritt, als die Meute neutralisiert um 9 Uhr aus Ruhploding rausgeleitet wird. Das Tempo ist hoch, da die Anfangsteigungen moderat sind. Erst eine zu steile Rampe (Schiebepassage) mindert das Tempo. Marcus muss mich, den Übermotivierten, zur ruhigeren Fahrweise auffordern. Doch es war anscheinend schon ein bisschen zu intensiv, denn nach dem erster Berg bekomme ich die Quittung. Krämpfe mit Rückenproblemen,. Ich versuche, so gut wie möglich zu fahren. Mal schiebe ich ein bisschen, mal werde ich gezogen. Einige Fahrer kurbeln an uns vorbei. Kurz vor der Alm wird mir sogar schwarz vor Augen. Die Hitze scheint mir gar nicht gut zu bekommen. Marcus schiebt die Räder und ich kann mich erholen.

Der höchste Punkt ist aber schon bald überquert und eine rasante Abfahrt auf losem Schotter folgt. Als es in einen Waldtrail geht, kommt die Überraschung. Die Steine dort sind spiegelglatt und nur die sehr guten Fahrer können den Trail fahrend bewältigen. Einige Stellen schieben wir, um einen Sturz zu vermeiden. Später erfahren wir, dass es dort einige Stürze gegeben hat. Wir kommen wohlbehalten unten an und nehmen von Sabine unsere Flaschen entgegen, die den zweiten Verpflegungspunkt diesmal rechtzeitig erreichen konnte.

Wir finden eine gute Gruppe, an die wir uns auf den nun etwas flacheren 40 km hängen können. Ein kurzer Anstieg vorm Ziel fordert nochmal all unsere Kräfte. Die Anstrengung lohnt sich aber da wir noch ein Team in unserer Grand Master Klasse einfangen können. Wir rechnen so mit den 6. – 7. Platz.

Im See direkt am Ziel, gönnen wir unseren geschundenen Körpern eine wohltuende Erfrischung. Gehe dann mal die Ergebnisse durchforsten und kann meinen Augen kaum glauben, denn da steht schwarz auf weiß.

Santos Rohloff Team Platz 2. Die Freude ist riesig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Rennbericht 2. Etappe: Saalfelden – Mittersiel

Ganz entspannt können wir zur Startaufstellung rollen. Wir dürfen jetzt aus dem Startblock A1 starten und werden sogar einzeln aufgerufen. Somit stehen wir zwischen den ganzen Profis. Tolles Gefühl! Der Startschuss fällt pünktlich um 9 Uhr. Die Meute setzt sich in Bewegung - wie immer kommt schnell Hektik auf. Viele Fahrer drängeln in der neutralisierten Zone nach vorne und fahren über die Bürgersteige - wenn sie dann wieder in Feld wollen behindern sie die anderen und es kommt fast zu Stürzen. Als dann das Rennen freigegeben wird, streckt sich das Feld in die Länge. Wir starten etwas ruhiger und kommen super gut voran. Nach 20 km erreichen wird das Top des ersten Berges. Es folgt ein Wurzelpfad, der es in sich hat. Viele Passagen müssen wir schieben, da die Wurzeln glatt, sowie mit Steinen verblockt sind.

Als Erholung folgt ein Bikepark mit Steilkurven. Es kommt richtig Spaß auf - doch nicht lange, denn plötzlich macht es Pssscchh - platt! Bei der Kontrolle des Reifens stellt sich heraus, dass er auf 2 cm aufgerissen ist. Also hilft auch kein Ersatzschlauch - Sch....!!!!!Ich schicke Marcus vor zum vereinbarten Treffpunkt mit unserem Serviceteam 'Sabine,' um mein Ersatzrad aus dem Auto zu holen. Marcus fährt los und ich auf der Felge hinterher, um eine Zeitstrafe zu vermeiden, die wir bekommen würden, wenn wir 1 Min. auseinander die Messstellen überfahren. Das große Problem entsteht, als wir uns leider verpassen. Rette mich bis zur Verpflegungsstelle und bekomme einen Ersatzmantel und Schlauch. Doch wo ist Marcus?! Fahre noch bis zum nächsten Anstieg, doch von Marcus keine Spur. Zurück zur Endurostrecke, da suchen mich Sabine und Marcus bereits. Leider verliert das Team durch diesen Zwischenfall sehr viel Zeit. Nachdem wir uns wieder vereint hatten, hieß es erneut angreifen und versuchen was geht. Einige Teams konnten noch überholt werden, um Zeit gutzumachen, aber leider reichte es im Ziel von Mittersil dann nur für den 12. Rang.  Der Rückstand auf die ersten Teams ist gigantisch. Ein bisschen frustriert stellen wir fest, dass wir jetzt wieder aus Startblock B starten müssen.

 

 

 


Rennbericht 3. Etappe: Mittersil – Silian

Wir stehen als erste im Startblock, um eine gute Ausgangsposition zu haben. 20 Sekunden nach der Spitze dürfen auch wir starten. Wir machen ordentlich Druck und können das Loch schnell zu fahren, um uns noch weiter nach vorne zu schieben. Es folgt der gigantische Anstieg von fast 2000 Höhenmetern zum Tauernkreuz, wovon die Räder über , km getragen werden müssen. Glitschige Steine tun ihr übriges. Obwohl man zwei Schneefelder überqueren muss, steht die Luft und es ist brütend warm. Eine lange Abfahrt folgt und im Anschluss geht es in hohem Tempo über flaches Terrain, bevor uns erneut Anstiege erwarten.

Unsere Konkurrenten sind technisch besser und nehmen uns etwas Zeit auf den Singeltrails ab. Wir können die Löcher jedoch immer schließen. An einem Anstieg können wir uns sogar von ihnen absetzen und es folgt ein ständiger Führungswechsel. Dann passiert es und wir müssen unsere Mitstreiter ziehen lassen ...

Als wir schon gar nicht mehr damit rechnen, tauchen sie wieder vor uns auf und diesmal lassen wir sie stehen. Die Temperaturen sind unerträglich und immer wieder geht es noch einen weiteren Anstieg hinauf. Doch dann kommt nach 118 km das Ziel in Sicht. Es wird Platz 2 und wir freuen uns mächtig, denn die ersten unserer Kategorie schienen für uns nicht erreichbar zu sein.

 

 

 

 


Rennbericht 4. Etappe: Silian – Alleghe

Es fehlten nur 8 Sekunden, um aus Startblock A1 starten zu dürfen. Somit müssen wir leider wieder früh im Startblock B erscheinen. Erneut können wir das Loch zu den vorderen Startblöcken schnell zufahren. Nach den ersten Anstiegen folgt eine lange schnelle Passage, in der die einzelnen Gruppen rasant unterwegs sind. Wir finden eine schnelle Gruppe und kommen gut voran. 

Am Dürensee werden wir schon sehnsüchtig vom Serviceteam Appelmann erwartet. Danach wird es richtig hart, an die Gruppe zu kommen, da einige Teams ihre besten Fahrer vorausgeschickt haben, um ihre Flaschen zu wechseln und somit die Schwächeren bestens versorgt werden, ohne zu stoppen. Wir schaffen es, da die Steigung sehr moderat ist. Können den Sogwind der Gruppe nutzen. Erst als wir in Cortina d`Ampezzo in den steileren Anstieg kommen, reißt die Gruppe auseinander und jeder kämpft sich mit seinem Partner allein den langen Anstieg hinauf zum Rifugio Averau. Auf der Hälfte des Anstiegs werden wir nochmal mit Flaschen und Gels versorgt. Ein Schauer hatte uns zuvor auch schon etwas Abkühlung verschafft. Die letzten 3 km zum Refugio sind wieder so steil, dass wir schieben müssen, was uns aber entgegen kommt, da wir in diesen Passagen recht flott unterwegs sind und Plätze gut machen können. Nach  der Kuppe geht es steil und technisch bergab, bevor der Trail über Wiesen und steinigen Passagen zum Traum aller Biker wird. Für uns wird er leider aber zum Schreckgespenst, da ich einen Durchschlag erleide. Auf Position 3 liegend fallen wir zurück auf Platz 6. Im weiteren Streckenverlauf nach Alleghe geht es technisch noch mal durch die Enduro Challenge und dann flach am See entlang zum Ziel in Alleghe. Platz 5 springt noch gerade heraus und zu unserer Freude dürfen wir auch morgen wieder aus Startblock A1 starten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Rennbericht 5. Etappe: Alleghe – San - Martino di Castrozza

Die ersten 5 km führen neutralisiert und gemütlich bergab, auch das Gedränge nach dem Start hat etwas nachgelassen. Nach Forcella Celat geht es dann aber schon gut zur Sache. Steile Anstiege auf Asphalt und Singeltrails kosten einige Körner. Danach folgt ein ständiger Wechsel zwischen Anstieg und Abfahrt, bevor die Route hoch zum Passo San Pellegrino führt. Ein zweiter Anstieg folgt zum Paso di Lusia. Nach einer rasanten Abfahrt auf einer Teerstraße steht der nicht enden wollende Anstieg zum Baita Segantini an. Die Landschaft mit ihren traumhaften Felsformationen können wir leider nicht wirklich genießen, da die gesamt dritt platzierten sich schon den ganzen Tag mit uns ein Duell liefern. Mal liegen sie vor uns und mal hinter uns. Am letzten Anstieg können wir sie von oben beobachten und stellen fest, dass wir einen Vorsprung von 2  Min. haben. Sie machen ordentlich Druck, doch wir können gegenhalten und retten den Vorsprung über den Berg. Die Abfahrt meistern wir diesmal ohne Durchschlag. Platz 2 Jippijaheihoooo!!!

 

6. Etappe Rennbericht: San-Martino – Levico Terme
Heute geht es direkt nach dem Start den Berg hinauf -> ohne neutralisierte Phase. Also fahren wir uns vorher ein bisschen warm. Der Startschuss fällt - die Meute macht gleich richtig Attacke und wir haben etwas Schwierigkeiten unseren Konkurrenten zu folgen. Als wir oben am ersten Berg ankommen, liegen wir aber noch gut im Rennen. Es folgt ein Karrenweg, der es in sich hat. Die Wasserabflussrinnen sind schwierig und erfordern viel fahrerisches Können - wir kommen gut durch, doch viele Fahrer stehen am Rand und ziehen Schläuche ein. Es folgt noch eine rasante Schotterabfahrt und der nächste Berg lässt auch nicht lange auf sich warten, gefolgt von einer Waldabfahrt. Glatte Steine scheinen mal wieder das Hauptproblem zu sein und da erwischt es mich auch schon. Ein ordentlicher Abflug mit Bodenkontakt an Ellbogen und Schienbein ;-(

Auch mein Bike bekommt einen kleinen Schaden, denn die Hinterradbremse funktioniert nicht mehr richtig. Wir kommen aber dann doch noch sicher im Ziel an. Platz 3 springt heute für uns raus und wir haben nur noch einen Rückstand von 1 Min. 50 Sek. auf den 3. Gesamtplatz.

Die Santäter versorgen meine Kratzer und damit ist das Bad im See keine gute Idee - schade. Marcus lies sich jeden Tag seine Beine massieren. Heute begleite ich ihn und lasse auch meine Beine massieren. Wusste gar nicht, dass eine Massage so schmerzhaft sein kann.

 

Rennbericht 7. Etappe: Levico Terme – Riva del Garda
Am letzten Tag scheinen alle noch mal eine Schippe drauf packen zu können. Auch wir kommen gut über den ersten Berg. Die Abfahrt hat es wieder in sich. Die Spitzkehren sind jedoch sehr schwierig zu bewältigen und an vielen Stellen staut es sich. Mit Laufen kommen wir genauso schnell vorwärts wie mit Fahren. Unten angekommen folgt ein flacher Straßenabschnitt. Zufälligerweise kommen wir gerade an, als zwei Rennradfahrer die Stelle passieren - wir überholen sie, was sie aber nicht auf sich sitzen lassen wollen. So spannen sie sich vor uns und geben uns guten Windschatten.

Sabine reicht uns vorm nächsten Anstieg nochmal Flaschen, die wir dringend brauchen, denn der Berg wartet mit 1500 hm und Rampen, die viel zu steil zum Fahren sind. Wiedermal verfluchen wir die Strecke, doch als wir oben ankommen, ist die Schinderei schnell wieder vergessen. Die folgende Abfahrt ist einfach und trotzdem fahren die beiden Italiener in unserer Klasse an uns vorbei. Wir wollen aber auch kein Risiko mehr eingehen, denn eine Reifenpanne können wir uns nicht erlauben.

Wir rechnen ja eventuell noch mit dem 3. Gesamtplatz. Beim ersten Verpflegungspunkt haben unsere ärgsten Konkurrenten bereits einen Rückstand von ca. 4 Min. - doch wir wissen auch, dass sie uns in den Abfahrten überlegen sind. Der Gardasee rückt näher und die letzte Abfahrt enthält nochmal viele steinverblockte Passagen. Doch auch die meistern wir gut. Es folgt noch ein 10 km langer flacher Abschnitt und geben daher nochmal Vollgas. Marcus ruft immer wieder:“... langsamer, langsamer...“, doch ich ignoriere alles, nehme zwar ganz kurz Gas raus, doch 3 Sekunden später bin ich wieder bei Vollgas (Tunnelblick). Wir können sogar das Loch zu einer Gruppe zufahren und gemeinsam mit dieser aufs Tempo drücken.

In Riva werden wir herzlichst empfangen - fahren über die Ziellinie und dann beginnt die Wartezeit. Der Sprecher hat das Puplikum informiert, dass es um den dritten Gesamtplatz geht und daß es sich nur um wenige Sekunden handelt, denn das Team, welches gestern noch um 1 Min. 50 vor uns war, lag am letzten Messpunkt nur knapp hinter uns. Die Uhr tickt runter und dann ist es offiziell. Wir haben es geschafft. Platz 3 in der Gesamtwertung.

Jetzt kann die Party beginnen! Craft hat 1000 Liter Bier gespendet und wir verpassen beinahe die Siegerehrung. Ich bin eingeschlossen auf der Toilette, die Tür lässt sich weder von innen noch außen öffnen. Mit ein bisschen Platzangst und der Angst die Siegerehrung zu verpassen, steigt langsam Panik in mir auf... Die Polizei soll schon informiert sein, doch dann fällt mir ein, dass ich noch einen einzelnen Imbusschlüssel in der Tasche habe. Kann die Tür öffnen und alles wendet sich zum Guten. Siegerehrung und dann Party bis zum abwinken.

 

 

Ergebnisse Team Santos-Rohloff (StartNr.159/1 und 159/2):

1. Etappe -> Platz 2

2. Etappe -> Platz 12

3. Etappe -> Platz 12

4. Etappe -> Platz 5

5. Etappe -> Platz 4

6. Etappe -> Platz 3

7. Etappe -> Platz 4

Gesamtplatzierung -> Platz 3 - Grand Master

 

Daily NEWS: www.bike-transalp.de

 

www.santosbikes.com

 

www.sapim.be / SES Sandmann

 

www.schwalbe.com

 

www.xenofit.de

 

www.sks-germany.com

 

 

 

Quelle: Delius Klasing Verlag

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 1. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 2. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 3. Etappe

Streckenprofil 4. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 5. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 6. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag - Streckenprofil 7. Etappe

Quelle: Delius Klasing Verlag

Quelle: Delius Klasing Verlag