VAGABOND - Montenegro – nicht umsonst versteckt sich das „Monte“ im Wort

Die letzten Wochen radelten wir fleißig weiter durch Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Montenegro und sind nun schließlich in Albanien. Die Landschaft ist atemberaubend, allerdings auch für Melli ein kleiner Kraftakt. In Montenegro toppten wir fast jeden folgenden Tag die Höhenmeter vom vorherigen Tag. Ein besonderer Tag dort wird uns wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben.


Wir radelten an der Bucht von Kotor entlang und jedes kleines Dörfchen war schöner, als das andere. Die Steinhäuser waren fast ausnahmslos sehr liebevoll hergerichtet und mit Pflanzen und Blumen dekoriert. Verschnörkelte Bänke und Stühle auf den Terrassen machten das Bild komplett. Da wir uns an der Küstenlinie befanden, radelten wir für einen Tag logischerweise auf Höhe des Meeresspiegels, also bei 0 Höhenmetern. Da die Temperatur der letzten Tage durchschnittlich 37°C betrug, standen wir bereits gegen 5 Uhr morgens auf, um noch die kühlere Brise auszunutzen.


Ein paar Stunden später befanden wir uns schon auf 100 Höhenmetern und schwitzten wieder was das Zeug hielt. Jede Gelegenheit auf Wasser nutzten wir aus und fragten bei jeder kleineren Häuseransammlung in den Bergen nach einem Wasserschlauch, um uns nass zu spritzen. Einmal wurden wir sogar eingeladen in den Pool der Kinder zu hüpfen und bekamen eine eisgekühlte 1,5 Liter Wasserflasche geschenkt. Der anstrengendste Teil des Tages kam. Unzählige Serpentinen in einer Affenhitze. Die Kräfte ließen nach. Das Wasser wurde knapp. Melli gelangte an ihre Grenzen, doch irgendwie schafften wir es am Ende des Tages tatsächlich auf 900 Höhenmeter.


Wir fragten an einer Bar, die sich die herrliche Aussicht zunutze gemacht hatte und direkt auf dem Fels eine Terrasse gebaut hatte, ob wir dort unser Zelt aufschlagen durften. Kein Problem. Mit der Zeit strömten immer mehr Leute dorthin. Schnell war der Grund dafür auch gefunden. Der Sonnenuntergang war magisch von hier oben und unter uns hatte man einen wundervollen Blick auf die Bucht von Kotor.


Mit letzten Kräften bereiteten wir auf unserem Kocher unser Abendessen zu. Deutsche hatten uns entdeckt und waren derart von den Socken, dass wir doch tatsächlich von Bayern hier her geradelt sind und noch viel weiter wollen, dass sie uns zwei Getränke unserer Wahl spendeten. Wir waren total glücklich. Mit einem wohlverdienten Bier in der Hand, einem vollen Magen und dem wohl schönsten Schlafplatz, den man sich nur vorstellen kann.

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