Mit dem Fahrrad von Bolivien bis nach Feuerland
Über ein halbes Jahr lang waren sie mit dem Fahrrad in Südamerika unterwegs. Ihre Route führte sie von den Höhen des bolivianischen Altiplano bis ans südlichste Ende des Kontinents nach Feuerland. Mehr als 5.000 Kilometer und über 60.000 Höhenmeter lagen am Ende dieser Reise hinter ihnen – ein Abenteuer, das sie nachhaltig geprägt hat.
Der Startpunkt ihrer Reise war Sucre, eine der schönsten Städte Südamerikas. Bevor sie in den Sattel stiegen, nahmen sie sich Zeit, die koloniale Architektur zu entdecken, über farbenfrohe Märkte zu schlendern und in die lebendige Kultur der Stadt einzutauchen. Anschließend ging es zur Akklimatisierung zunächst in Richtung Süden nach Tupiza. Bereits hier begann das Abenteuer abseits befestigter Straßen.
Ein erster Höhepunkt folgte mit der Durchquerung des Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Erde. Endlose weiße Weite, flimmerndes Licht und absolute Stille bestimmten die Tage. Daran schloss sich die Lagunenroute durch das bolivianische Hochland an – eine der abgelegensten und anspruchsvollsten Regionen der gesamten Reise.
Die Bedingungen in dieser Gegend verlangten Mensch und Material alles ab: brennende Sonne am Tag, eisige Nächte im Zelt auf Höhen von bis zu 4.900 Metern, starker Wind, tiefer Sand, loser Schotter und kilometerlange Wellblechpisten. Doch jede Anstrengung wurde belohnt – durch eine überwältigende Landschaft und die herzliche Gastfreundschaft der bolivianischen Bevölkerung, die ihnen immer wieder begegnete.
Nach dem Hochland folgte ein starker Kontrast: Von der Atacama-Wüste ging es weiter nach Patagonien. Die Route führte durch den Conguillío-Nationalpark mit seinen Araukarienwäldern, durch die Seenregionen Argentiniens und Chiles und entlang der legendären Carretera Austral. Immer weiter südlich wurde die Landschaft wilder, rauer und ursprünglicher.
Ein besonderer Abschnitt war der Nationalpark Torres del Paine. Majestätische Granitberge, türkisfarbene Seen und starke Winde prägten diese Etappe. Begleitet wurden sie auf ihrem Weg von dichten Wäldern, Vulkanen, Wasserfällen, reißenden Flüssen, der scheinbar endlosen Weite der Pampa – und dem berühmten patagonischen Wind, der jeden Tag zur neuen Herausforderung machte.
Nach mehr als 5.000 Kilometern erreichten sie schließlich ihr großes Ziel: Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt.
Die Bilanz dieser Reise ist ebenso ehrlich wie eindrucksvoll: ein Plattfuß, eine gebrochene Achse, ein gezogener Zahn – und unzählige Momente, die in Erinnerung bleiben werden. Wie bereits auf ihrer früheren Radreise zum Nordkap erwiesen sich auch diesmal ihre Rotor-Räder mit der Rohloff SPEEDHUB als äußerst zuverlässig und widerstandsfähig.
Zurück blieb sodann die Aufgabe, Terabytes an Foto- und Filmmaterial zu sichten. Daraus entstand eine neue Live-Reportage mit dem Titel:
„Abenteuer Südamerika – Mit dem Fahrrad von Bolivien bis nach Feuerland“
Ab Januar 2026 ist die Reportage in vielen Städten Deutschlands live zu sehen sein. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf www.outdoorvisionen.de.







