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Tour de los Andes - vom Mittelpunkt der Welt bis ans Ende der Welt (Thomas Lehmann)

16.12.2016

Die letzten 3500km...
Nachdem wir ein paar Tage durch Patagonien geradelt sind haben wir eine grobe Vorahnung auf die nächsten fünf Wochen bekommen. Richtung Osten schiebt der Wind -> geht es aber Richtung Westen wechseln die Bedingungen und man hat das Gefühl ein Düsenflugzeug rollt vor einem ... Geschwindigkeiten um die 10km/h sind dann leider dir Regel. Die Streckenführung war so gewählt, dass maximal 50km Richtung Westen zu bewältigen waren.


Die nächste größere Stadt nach Mendozza war Bariloche, wo wir einen Ruhetag hatten. Es ist ein Wintersportort an einem großen See mit zahlreiche Bars, Restaurants und Hotels.
Ich habe in Bariloche das beste Steak meines Lebens gegessen ;-)))
Von Bariloche ging dann Richtung Chile wo sich zunehmend das Wetter verschlechterte. Wir erreichten Chile (Futaleufu) am 14.11. bei Dauerregen wo wir zum Glück hatten ein Hostal hatten und unsere Sachen trocknen lassen konnten. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war leider auch nicht viel besser was 10 Leute veranlasste  mit dem Bus zum nächsten Campingplatz nach Coyhaique zu fahren.
Ich radelte mit dem Rest der Gruppe einen weiteren Regentag, bevor das Wetter und die Stimmung im Team wieder besser wurde. Nach drei einsamen Tagen in der Natur erreichten wir Coyahaique - die größte Stadt Patagoniens auf der chilenischen Seite.
 
Anschließend ging es wieder nach Argentinien.
Das Highlight der 10 tägigen Tour in Argentinien war El Calafate mit seinem Eisgletscher. Es ist einer der wenigen Gletscher der Welt der trotz Erderwärmung noch wächst und nich kleiner wird. Nach diesem Eindrucksvollen Erlebnis ging es weiter nach Chile in den Nationalpark (NP) Torres del Paine.
Nahe Cerro Castillo an der Grenze zwischen Argentinien und Chile hatten wir den stärksten Wind auf der ganzen Tour. Ich kam nicht über 5km/h voran und als ich zum stehen kam mußte ich das Rad festhalten, damit es nicht weg geblasen wird.
Der NP gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Südamerika und ist berühmt für seine zahlreichen, wunderschönen Wanderwege entlang an Seen und Bergen.
Auch wir machten eine Wanderung zu den drei Bergen Namens Torres del Paine und fuhren weiter Richtung Süden nach Punta Arenas, wo wir die Pinguine besichtigten.

Nun kamen wir nach Feuerland undrückten unserem Ziel Ushuaia immer näher.
Nach weiteren vier Tagen auf der RN 3 auch Routa fin del mundo genannt haben wir am 13.12.2016 gegen 16Uhr das Ende der Welt Ushuaia erreicht.

Alle waren überglücklich es geschafft zu haben ... So wirklich realisieren werde ich es jedoch erst in ein paar Tagen.

Rückblick:

4,5 Monate sind wir von Quito startend immer Richtung Süden nach Ushuaia gefahren. Wir haben 11.000km und 100.000 Höhenmeter absolviert. Ich hatte öfter das Gefühl wow, wieder ein Berg, harte Etappe oder schwer zu fahrende unpaived Strecke geschafft und war stolz auf mich. Ab und zu fluchte ich auch und wollte einfach nur noch nach Hause, doch am Ende überwiegt das gute Gefühl, wir haben es geschafft und sind vom Mittelpunkt der Erde, bis ans Ende der Erde geradelt - 13 von uns waren problemlos mit einer SPEEDHUB unterwegs.

Jetzt kommt erstmal Weihnachten und dann heißt es wieder zurück in den Alltag...
Frohe Weihnachten
Thomas

 


Ausführliche Tagesberichte und Bilder unter:
www.thomas-lehmann.org